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Wenn enterale Ernährung nötig wird

Mai 5th, 2009 · No Comments

Die meisten Menschen haben den Begriff enterale Ernährung noch nie gehört, wüssten sie, was dahinter steckt, dann wären sie froh darum. Denn mit der enteralen Ernährung ist die klinische Ernährung gemeint, die über den Magen-Darm-Trakt erfolgt. Dabei wird diese in vielen Fällen einfach notwendig. So müssen Patienten, die nicht mehr richtig oder ausreichend Nahrung aufnehmen können, zusätzlich durch die enterale Ernährung alle wichtigen Stoffe erhalten. Der Begriff enteral stammt dabei vom griechischen enteron ab, was so viel wie Darm bedeutet.

Man unterscheidet dabei zwischen der vollen Ernährung über den Magen-Darm-Trakt und der zusätzlichen Ernährung. Meist handelt es sich bei der enteralen Ernährung um Flüssignahrung, die mit allen wichtigen Vitaminen, Spurenelementen, Mineralstoffen, Fetten, Kohlenhydraten und Eiweißen angereichert ist. Sie soll die Patienten vor einer Mangelernährung schützen.

Generell gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten, mit denen die enterale Ernährung durchgeführt werden kann. Zum Einen kann man eine Sonde durch die Nase in den Magen führen, über die der Patient ernährt wird. Dies ist meist der Fall, wenn man aufgrund einer Erkrankung im Halsbereich nicht mehr in der Lage ist zu schlucken. Andererseits kann eine solche Sonde über die Bauchdecke in den Magen oder den Dünndarm eingeführt werden. Hierbei handelt es sich meist um eine dauerhafte Lösung, nicht nur um eine vorübergehende. Ebenfalls kann die enterale Ernährung getrunken werden, da es sich ohnehin um Flüssignahrung handelt.

Wenn jedoch der Patient unter erheblichen Darmerkrankungen leidet, kann er auch nicht mehr über den Magen-Darm-Trakt ernährt werden. In diesem Fall spricht man von der parenteralen Ernährung. Dabei wird die Nahrung über eine Infusion direkt ins Blut geleitet, damit der Körper dennoch mit allen wichtigen Stoffen versorgt werden kann.

Entgegen der allgemeinen Meinung, dass die enterale Ernährung nur im Klinikbereich durchgeführt werden könne, ist es heute auch möglich, verschiedene Varianten für die enterale Ernährung zu Hause anzubieten. Allerdings sollte man sich hier fachkundig beraten lassen, evtl. wird ein Pflegedienst mit der regelmäßigen Überwachung der korrekten Ernährung betraut.

Die enterale Ernährung sollte aber nur dann aufgenommen werden, wenn man sich anderweitig nicht mehr oder nicht mehr ausreichend ernähren kann. In diesen Fällen ist es so, dass ein Überleben nur durch die enterale Ernährung gesichert werden kann. Leider kommt es aber auch immer wieder zu Missbräuchen in diesem Bereich. Denn zunehmend mehr Menschen erhoffen sich, mit der enteralen Ernährung abnehmen zu können. Dass sie dabei aber ein nicht unerhebliches Risiko für die eigene Gesundheit auf sich nehmen, wird dann oft vergessen.